Hans Schack und sein Adelsgeschlecht auf Schackenborg

Hans Schack und sein Adelsgeschlecht auf Schackenborg

Ein Militärgenie wird nach Dänemark geholt: Die Geschichte von Hans Schack – Der Retter des Reichs 

Hans Schack wurde 1609 in ein norddeutsches Adelsgeschlecht geboren. Seine militärische Laufbahn begann er bereits als 13-Jähriger. Hans Schack zeigte schnell militärstrategische Fähigkeiten und machte eine steile Karriere als Berufssoldat. Damals waren Heereinheiten ein Geschäft, bei dem man den Dienst bei dem Herzog oder König antrat, der am besten bezahlte. Hans Schack diente während des Dreißigjährigen Kriegs im Heer von Christian IV. und war ebenfalls in schwedischem, deutschem und französischem Kriegsdienst. Im Laufe seiner Karriere erwarb er sich großen Respekt und den Ruf, ein fähiger Feldherr und nicht zuletzt ein Experte für Festungsanlagen zu sein. Daher ließ Dänemark 1657 nach Hans Schack schicken, denn es waren bedrohliche Wolken am Horizont aufgetaucht.

Dieses Mal drehte es sich nicht um Feinde aus dem Süden, sondern aus dem Nachbarland Schweden. Die Schweden expandierten gewaltig in diesen Jahren, und Dänemark hatte bereits große Gebiete sowie in mehreren Kriegen im Laufe des 17. Jahrhunderts seinen Einfluss im Ostseegebiet verloren. Aber es sollte noch schlimmer kommen, denn alles deutete darauf hin, dass die Schweden innerhalb kurzer Zeit auf dem Vormarsch sein würden.

Daher wendete man sich im Frühjahr 1657 von dänischer Seite an Hans Schack, um ihn zu bitten, im Krieg gegen die Schweden, von dem man wusste, dass er kommen würde, als General ins Heer einzutreten. Es erwies sich als richtig – im Juni begann der erste Dänisch-Schwedische Krieg. Der schwedische Angriff kam aus dem Süden über die Südgrenze Holsteins, und bald war Jütland besetzt. Gut unterstützt von einem beißenden Eiswinter konnten die Schweden ihrer Eroberung fortsetzen und am 30. Januar 1658 setzten sie über den Kleinen Belt. Innerhalb weniger Tage war die Insel Fünen eingenommen. Der Siegeszug von Karl Gustavs Heer ging weiter und die Schweden marschierten über Langeland und Lolland-Falster über das Eis zur Insel Sjælland. Am 13. Februar erreichte Karl Gustav die Stadt Køge. Das zwang die Dänen an den Verhandlungstisch und am 26. Februar wurde der Frieden von Roskilde unterschrieben. Wieder verlor Dänemark große Gebiete an Schweden, einschl. der Gebiete Skåne, Halland, Blekinge und der Insel Bornholm.

Hans Schack kam während des ersten Dänisch-Schwedischen Kriegs nach Dänemark. Die Verhandlungen zwischen ihm und der dänischen Regierung hatten sich in die Länge gezogen, weil Hans Schack hohe Forderungen hatte. Teil der Vereinbarung waren u.a. ein beträchtliches Gehalt, adelige Privilegien sowie ein Versprechen über ein Lehen auf Lebenszeit. Erst am 6. Januar war alles unter Dach und Fach und Hans Schack wurde zum dänischen Generalleutnant und Oberst zu Pferde ernannt. Jedoch geschah dies so spät, dass Hans Schack im ersten Dänisch-Schwedischen Krieg keine Rolle mehr spielen konnte. 

Hans Schack besiegt die Schweden und wird einer der mächtigsten Männer des Reichs

Obwohl der schwedische König im Rahmen des Friedens von Roskilde nicht all seine Forderungen erfüllt bekam, war die Vereinbarung eine totale Erniedrigung für Dänemark. Aber Karl Gustav war trotzdem nicht zufrieden und bereute, dass er nicht ganz Dänemark erobert hatte, als sich ihm die Chance geboten hatte.

Daher brach im August 1658 der zweite Dänisch-Schwedische Krieg aus und die Schweden belagerten Kopenhagen. Nie zuvor war Dänemark so nah daran, ausgelöscht zu werden, und wenn Hans Schack nicht gewesen wäre, wäre Dänemark wahrscheinlich ein Teil von Schweden geworden.

Aufgrund seiner großen Erfahrung und seines Wissens über Festungsanlagen wurde Hans Schack nämlich zum Leiter der Kopenhagener Verteidigung ernannt. Obwohl man mehr oder weniger von der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung abgeschnitten war, gelang es Schack, die Kopenhagener für die Verteidigung zu mobilisieren. Die Belagerung von Kopenhagen führte in den kommenden Monaten zu mehreren Gefechten und Angriffen, und am 10. Februar begannen die Schweden mit dem entscheidenden Sturm auf Kopenhagen. Aber dieses Mal standen die Schweden Hans Schack und der von ihm organisierten effektiven Verteidigung gegenüber. Der Sturm endete mit einer herben Niederlage für den schwedischen König mit 580 Gefallenen und 900 Verletzten. Die Verluste mit höchstens 12 Gefallenen und noch weniger Verletzten bei der Verteidigung und Schack waren im Vergleich unglaublich niedrig.

 

Nach dem Sturm auf Kopenhagen wurde Hans Schack zum Feldmarschall ernannt und seine Aufgabe war jetzt, den Rest des Landes von den Schweden zu befreien. Die entscheidende Schlacht zwischen Dänemark und Schweden fand dann bei der Stadt Nyborg statt. Am 14. November 1659 schlug das dänische Heer unter Leitung von Hans Schack die Schweden und beendete den Expansionsdrang des schwedischen Königs auf blutige Weise. Karl Gustav starb im Februar 1660 nach kurzer Krankheit, und im Mai 1660 wurde die Friedensvereinbarung zwischen Dänemark und Schweden unterzeichnet.

Nach dem Sieg über die Schweden war Hans Schack im ganzen Land äußerst beliebt und er wurde einer der mächtigsten Männer des Reichs. Er wurde zum Chef des gesamten dänischen Heers ernannt und Mitglied des Reichsrats, obwohl er nicht gebürtiger Däne war. Hans Schack genoss in hohem Maße das Wohlwollen von König Frederik III., und es ist nicht unwahrscheinlich, dass er in die Pläne des Königs, den Absolutismus einzuführen, eingeweiht war. Einige meinen sogar, dass er einer der Hauptkräfte hinter der Einführung des Absolutismus im Jahr 1660 war, als der dänische Adel seine Macht und seinen Einfluss geschmälert bekam. Man weiß auf jeden Fall, dass Hans Schack während der turbulenten Tage, an denen der Umsturz des Staates durchgeführt wurde, das Militär in Ruhe hielt, und dass er dem König in jeglicher Hinsicht ein treuer Unterstützer blieb, der ihn im Gegenzug mit wichtigen Posten, Orden und nicht zuletzt mehreren Ländereien, u.a. mit dem Lehen Møgeltønder, belohnte. 1671 wurde Hans Schack zum dänischen Adligen ernannt und erhielt Dänemarks vornehmsten Orden, den Elefantenorden.

Hans Schack, seine Familie und Schloss Schackenborg

1661 erhielt Hans Schack den Lehnsbrief für Møgeltønder. Bereits im September dieses Jahres kaufte er Møgeltønder einschließlich der Gerichtsbezirke Ballum und Lustrup vom König. Nach den Dänisch-Schwedischen Kriegen war Møgeltønderhus nahezu eine Ruine und Hans Schack riss daher die meisten der alten Gebäude ab und begann, auf dem Fundament der alten Burg ein Schloss zu errichten. Eines der Gebäude, das stehen bleiben durfte, war das Frauengemach, heute südlicher Seitenflügel von Schackenborg. Er entschied sich auch, das Torhaus und nicht zuletzt den Wallgraben zu behalten, wahrscheinlich aufgrund seines umfangreichen Wissens über Festungsanlagen. Hans Schack errichtete Schackenborg als ein dreiflügeliges Schloss im Barockstil, der damals dominierenden Stilart. Ursprünglich wurde das Schloss in roten Backsteinen gebaut. Erst in den 1750ern erhielt Schackenborg sein jetziges Aussehen mit geputzten, weißen Mauern.

1664 war der wesentlichste Teil des Schlosses fertig gestellt, aber erst im Juni 1666 wird in einem Brief vom Gutsverwalter mitgeteilt, dass das Hauptgebäude einzugsbereit sei. Zu diesem Zeitpunkt hieß das Schloss noch nicht Schackenborg. Dies geschah erst 1671, als Hans Schack zum Lehnsgrafen ernannt wurde. Ungeachtet des Namens zog Hans Schack jedoch 1668 mit seiner Familie in das schöne Schloss. Hans Schack war mit Anna Blome verheiratet, die er 1647 getroffen hatte als sie nur 16 Jahre alt war. Er selbst war bereits mit Magdalene Ahlefeldt verlobt und auch Anna Blome war schon einem anderen Mann versprochen. Trotzdem heirateten Hans Schack und Anna Blome 1648. Das Paar bekam insgesamt sieben Kinder. Es ereilte sie jedoch das traurige Schicksal, fünf von ihnen zu verlieren. Vier der Kinder starben ganz jung, während die Tochter Augusta jung verheiratet im Jahr 1670 starb. Übrig blieben nur zwei Kinder: der Sohn Otto Didrik, der 1652 geboren wurde, und die Tochter Sophie Amalie, die 1657 zur Welt kam.

Eine der großen Aufgaben von Hans Schack im Laufe der 1660er war es, die Ländereien unter Schackenborg zu sammeln, denn Tatsache war, dass sie sehr verstreut lagen. Dies löste Hans Schack durch weitere Aufkäufe. 1661 kaufte er z.B. das alte Bischofsgut bei Ballum, und 1664 den Hof Roj zwischen Tønder und Møgeltønder und gliederte deren Ländereien in Schackenborg ein. Im gleichen Jahr kaufte Hans Schack auch das Schloss Gram und die dazugehörigen Ländereien. Er war bereits Eigentümer von Gutshöfen und Ländereien an mehreren anderen Orten in Dänemark.

Als Feldherr war Hans Schack sehr beliebt, aber als Gutsbesitzer genau das Gegenteil. Er versuchte, die Methoden von der Heeresleitung auf die Leitung seiner enormen Ländereien zu übertragen, aber stieß damit auf Ablehnung bei den Zinsbauern. Bereits als Schackenborg mit Hilfe des Frondienstes der Bauern gebaut wurde, erweckte Schack großen Zorn bei den Bauern. Dieser Zustand verbesserte sich im Laufe der Jahre in keiner Weise, und 1672 kam es so weit, dass 60 Zinsbauern nach Kopenhagen reisten, um beim König zu klagen. Sie waren jedoch nicht übermäßig erfolgreich. Einige der Forderungen der Bauern wurden erfüllt, aber die Anführer des „Bauernaufstandes“ wurden ins Gefängnis gesteckt und ihr Anführer verlor seinen Pachthof.

11 Generationen des Adelsgeschlechts Schack haben auf Schackenborg gelebt

Als Hans Schack am 27. Februar 1676 an einer Krankheit gestorben war, wurde er, wie es sich für einen der größten Feldherren Dänemarks gehört, mit Pomp und Pracht in der Kirche Trinitatis in Kopenhagen beigesetzt. Er hinterließ ein vornehmes Erbe in Form der Grafschaft Schackenborg und ca. 2.500 Morgen Land, die in den vielen darauffolgenden Jahrhunderten und Generationen von Hans Schacks Nachkommen bewohnt und bewirtschaftet wurden.

Zuerst wurde Schackenborg an Hans Schacks Sohn Otto Didrik vererbt, der wie sein Vater eng mit dem dänischen Königshaus verbunden war. Otto Didrik Schack war nicht nur Lehnsgraf, sondern auch Amtmann in Ribe. Otto Didrik starb jedoch bereits 1682, wonach seine Witwe Dorothea Schack die Verwaltung von Schackenborg übernahm. Sie verschönerte Schackenborg und ließ u.a. den Park südlich von Schackenborg am Weg in den Ort Møgeltønder, der heute öffentlich zugänglich ist, anlegen.

Damals waren die Bauern jedoch sehr unzufrieden mit der Gräfin, weil sie etwas von deren Land in den Park einverleibte.

So nahm die Geschichte weiter ihren Lauf auf Schackenborg. Jede Generation prägte das Schloss und die Umgebung auf ihre Weise. Einige hinterließen tiefere Spuren in der Geschichte als andere. Hier zum Beispiel Hans Schack II., der den Beinamen Silberarm bekam, weil er im Kampf einen Arm verlor und eine Prothese aus Silber bekam. Seine Witwe, Gräfin Anna Sophie Schack, bekam jedoch den Beinamen Die böse Gräfin aufgrund ihres ungewöhnlich harten Auftretens gegenüber einer unerwünschten Schwiegertochter sowie wegen ihres schroffen und harten Führungsstils bei der Bewirtschaftung von Schackenborg. Aber trotz dieses wenig schmeichelhaften Beinamens handelte es sich bei ihr um eine der starken Frauen in der Geschichte Dänemarks, der bei ihrem Tod einer der größten Grundbesitze Dänemarks gehörte. Das Adelsgeschlecht Schack brachte im Laufe der Jahre auch kluge und belesene Mitglieder hervor wie z.B. Hans Schack V., der ein anerkannter Ägyptologe und gleichzeitig ein sehr guter Fotograf war. Er war es auch, der in den 1870ern Schackenborgs Übergang von der Erbpacht zu Eigentum durchführte und mehrere Höfe für das Gut kaufte. Sein Sohn, der Lehnsgraf Otto Didrik Schack V., spielte eine große und wichtige Rolle in einer schwierigen Zeit in der Geschichte von Schackenborg und Sønderjylland, nämlich in den Jahren als Sønderjylland eine kleine und abgelegene Provinz im großdeutschen Reich wurde. 

Schackenborg wurde ein Nationalsymbol im verlorenen Sønderjylland

Die Geschichte von Schackenborg wird seit dem Mittelalter vom ewigen Streit um die Zugehörigkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein geprägt. Der Streit war nie gelöst worden, und sowohl im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848-50 als auch im Krieg 1864 kollidierten der dänische und der deutsche Nationalismus in der Frage über das Schicksal von Schleswig. Das Herzogtum Schleswig hatte jahrhundertelang zur dänischen Krone gehört, war aber gleichzeitig ein Gebiet, in dem sowohl Dänisch als auch Deutsch gesprochen wurde. Obwohl die Schleswiger ihre eigene regionale Identität hatten, identifizierte man sich auch als entweder deutsch oder dänisch gesinnt, und besonders in Nordschleswig orientierte man sich in Richtung Dänemark.

Als der Krieg im Jahr 1864 endete musste Dänemark die drei Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg abgeben und es wurde eine neue Grenze zwischen Dänemark und Großdeutschland gezogen: der Fluss Kongeå. Auf einen Schlag war das dänisch gesinnte Nordschleswig eine entlegene Provinz in Großdeutschland, und es zeigte sich, dass dies die folgenden 56 Jahre so bleiben sollte. Während dieser Zeit erlebte die Region eine systematische Germanisierung. Ab 1888 war Deutsch die einzig erlaubte Sprache in der Schule. Große Höfe im Gebiet wurden aufgekauft, um sie ausschließlich an deutsch gesinnte Bauern zu verpachten. Dänisch gesinnte Bürger wanderten aus und wurden in Massen ausgewiesen, und gleichzeitig kamen deutsche Siedler in die Region, um den Anteil der dänischen Mehrheit kleiner werden zu lassen. Auch die Architektur wurde beeinflusst. Wenn neu gebaut werden sollte, mussten die Pläne erst von den deutschen Behörden genehmigt werden. Auch war es verboten, mit der dänischen Nationalflagge, Dannebrog, zu flaggen. Trotzdem hielten die dänisch gesinnten Einwohner an ihrer Orientierung in Richtung Dänemark fest, und der Kampf für eine Wiedereingliederung in Dänemark wurde zu einer regelrechten Volksangelegenheit.

Møgeltønder war einer der vielen Orte, die nach dem Krieg in 1864 deutsch wurden, und Schackenborg lag jetzt in Deutschland.

Aber gleichzeitig war dies eines der Gebiete, in denen das Dänischtum die stärkste Position hatte. Schackenborg, das Adelsgeschlecht Schack und das dänische Königshaus wurden einige der wichtigsten Symbole für das Dänischtum. Schackenborg und Møgeltønder waren seit dem 15. Jahrhundert eine dänische Enklave gewesen, die der dänischen Krone als königliches und nicht schleswigsches Lehen direkt unterstanden. Dazu kam, dass das Adelsgeschlecht Schack historisch gesehen eng mit dem Königshaus verbunden war, und dass die Königsfamilie selbst mit der schleswigschen Herzogsfamilie gut auskam. Gleichzeitig machte der Lehnsgraf Otto Didrik Schack V. keinen Hehl aus seiner Zugehörigkeit zu Dänemark.

Otto Didrik Schack V. war am 11. Januar 1882 auf Schloss Schackenborg geboren worden und nach dem Tod seines Vaters übernahm er bereits 1905 die Grafschaft. In den folgenden Jahren engagierte er sich sehr im Kampf dafür, Sønderjylland zu Dänemark zurückzubekommen. Er war z.B. Sekretär des so genannten Landeværnet, das dafür kämpfte, dass Höfe und Ländereien in dänischen Händen bleiben sollten, und er wurde ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der Partei Nordslesvigsk Vælgerforening, das wichtigste Organ der dänisch gesinnten Südjütländer. In den ersten Monaten nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 nahmen die Deutschen Otto Didrik Schack fest wegen Verdacht auf Landesverrat und weil er als mögliche Bedrohung für Deutschland galt und sie internierten ihn.

Als Deutschland den Ersten Weltkrieg 1918 verlor begannen die Friedensverhandlungen, die eine demokratische Abstimmung über die Grenzplatzierung ermöglichte. Die heutige Grenze ist eine Folge dieser Abstimmung, und es war bei weitem nicht das gesamte verlorene Land, das wieder dänisch wurde. Aber im nördlichen Schleswig stimmten 75% der Bevölkerung für eine Wiedereingliederung in Dänemark – und nicht überraschend war Møgeltønder bei der Abstimmung 1920 fast zu 100% dänisch gesinnt. Beim Wiedervereinigungsfest in der Königsschanze am 11. Juli 1920 war es Otto Didrik Schack, der Christian X. als Nordschleswigs König willkommen hieß.

Nach der Wiedereingliederung von Sønderjylland wurde Otto Didrik Schack Amtmann im Kreis Tønder. Seine gründlichen Kenntnisse über lokale Gegebenheiten sowie die Geschichte von Sønderjylland sowie seine Mentalität bewirkten, dass dies eine Rolle war, die er ausgezeichnet erfüllen konnte. Das bedeutete z.B. dass er auch großes Verständnis für die deutsche Minderheit hatte, die durch die neue Grenzziehung jetzt dänisch geworden war. Otto Didrik Schack arbeitete in jeder Beziehung für eine Entspannung der Gegensätze im Grenzland, und er war bis zu seinem Tod 1949 ein hoch angesehener Amtmann für Tønder.